Die Premier League schreibt regelmmäig schöne Geschichten. Der ehermalige Ersatztorhüter Arsenals - Ramsdale wurde bei Southampton sofort zur Nummer eins ernannt und kehr nun ins ehemalige Heimatstadion zurück. Allerdings im gegnerischen Tor.
Der ehemalige Arsenal-Keeper Aaron Ramsdale kehrt am Samstag mit seinem neuen Verein FC Southampton ins Emirates Stadium zurück. Der 26-jährige Engländer, der im Sommer für 18 Millionen Pfund zu den Saints wechselte, tauscht den Titelkampf gegen den Abstiegskampf. Während Arsenal als Tabellendritter nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Liverpool liegt, wartet Southampton nach sechs Spielen noch auf den ersten Sieg in der Premier League.
Ramsdale verlor seinen Stammplatz bei Arsenal im Herbst 2023 an David Raya und bestritt sein letztes Spiel für die Gunners am 9. März beim 2:1-Sieg gegen Brentford. Die ständige mediale Aufmerksamkeit setzte sowohl ihm als auch seinem Konkurrenten Raya zu. "Wenn ich vom Spielfeld kam und meine Frau sagte: 'Oh, du warst heute schon wieder fünfmal im Fernsehen', hat mir das den Kopf verdreht", gestand Ramsdale in einem BBC-Interview.
Bei Southampton wurde Ramsdale sofort zur Nummer eins ernannt und absolvierte bereits vier Premier-League-Spiele - nur zwei weniger als in der gesamten Saison für Arsenal. Trainer Russell Martin schätzt den charismatischen Torhüter, der sich während der Aufstiegsfeier als Hagrid verkleidet hatte und dabei erste Kontakte knüpfte. Trotz der schwierigen sportlichen Situation bereut Ramsdale den Wechsel nicht.
Die Rückkehr wird für Ramsdale emotional. Seine Familie wird im Stadion sein, wenn er gegen seine ehemaligen Teamkollegen antritt. Arsenal-Trainer Mikel Arteta würdigte seinen Ex-Keeper: "Er ist ein Spieler, den wir sehr geliebt haben, sehr charismatisch, und er hat dem Verein auf seine Art und Weise seinen Stempel aufgedrückt."
Am Samstag steht Ramsdale vor einer Mammutaufgabe: Als Torhüter eines Abstiegskandidaten will er dem Titelanwärter Arsenal ein Bein stellen - und damit nicht nur seinem neuen Verein helfen, sondern auch beweisen, dass die Gunners einen Fehler machten, ihn zur Nummer zwei zu degradieren.