Die Fußballwelt blickt gespannt auf die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Neben Titelverteidiger Argentinien und anderen Schwergewichten wie Brasilien und Frankreich gehört auch Spanien zum erweiterten Favoritenkreis. England folgt dicht dahinter. Andere Nationen haben mit Formschwächen und internen Problemen zu kämpfen.
Uruguay steckt in einer sportlichen Krise. Seit dem dritten Platz bei der Copa América konnten keine überzeugenden Leistungen mehr erzielt werden. Der ehemalige Nationalspieler Luis Suárez kritisierte öffentlich die Methoden von Trainer Marcelo Bielsa. „Ich weiß, dass meine Autorität in gewisser Weise beeinträchtigt wurde”, räumte Bielsa ein. Trotz der Schwierigkeiten steht Uruguay kurz vor der Qualifikation für die WM. Ein Platz unter den Top 10 scheint realistisch, auch wenn dafür Teams wie Belgien und die USA hinter sich gelassen werden müssen.
Die italienische Fußballnationalmannschaft sucht noch nach ihrer alten Form. Das schwache Abschneiden gegen die Schweiz hat Qualitätsmängel offengelegt. Nach dem blamablen Verpassen der WM-Endrunden 2018 und 2022 steht Trainer Luciano Spalletti vor der Mammutaufgabe, die Qualifikation für 2026 zu sichern. Das letzte K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft liegt für die „Squadra Azzurra” bereits 18 Jahre zurück (WM-Finale 2006). Ein Armutszeugnis für den einstigen Titelverteidiger.
Die Niederlande haben sich in der WM-Qualifikation gefangen und einen soliden Sieg gegen Finnland erzielt. Mit Spielern wie Virgil van Dijk und Cody Gakpo verfügen sie über eine schlagkräftige Mannschaft. Auch Portugal gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Mit voraussichtlich 41 Jahren wird Cristiano Ronaldo wohl seine letzte WM spielen. Nach der Niederlage gegen Schottland zeigten die Portugiesen ihre Klasse mit Siegen in der Nations League gegen Deutschland und Spanien.
Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht seine Mannschaft im Aufwind: „Wir haben den Ehrgeiz, weiterzumachen. In der Kabine herrscht eine super Stimmung, alle wollen gewinnen.“ Das Halbfinal-Aus in der Nations League gegen Portugal ohne Jamal Musiala dämpfte die Euphorie jedoch etwas. Argentinien, amtierender Weltmeister und Copa-América-Sieger, hat die Qualifikation für 2026 bereits in der Tasche. Trotzdem gibt es Zweifel, ob die alternde Mannschaft noch einmal um den Titel mitspielen kann.
England erreichte das Finale der EM 2024, konnte dabei jedoch nicht immer überzeugen. Dennoch zählt England bei jedem großen Turnier zum Favoritenkreis. Brasilien enttäuschte hingegen bei der Copa América und strauchelte in der WM-Qualifikation. Dennoch verfügt die Mannschaft über eine Vielzahl talentierter Offensivspieler und wird von Carlo Ancelotti trainiert. Frankreich, das bei den letzten beiden Weltmeisterschaften im Finale stand, ist dank Stars wie Kylian Mbappé und Michael Olise stets ein Titelkandidat.
Aktuell thront Spanien an der Spitze der Favoritenliste für die WM 2026: Der Europameister verfügt über eine spielstarke Mannschaft und hat auch in der Nations League beeindruckende Leistungen gezeigt. Es bleibt abzuwarten, ob sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden können, wenn es darauf ankommt.